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Make Love, Not War!

"Make Love, Not War" - Nacktperformance vor der Dampfzentrale Bern, ACT Festival Bern

„Make Love, Not War!“ – Nacktperformance vor der Dampfzentrale Bern, ACT Bern

Ein Sex-Manifest, ACT Performance Festival Bern, Mai 2016

Das Manifest wurde von Elias Kirsche in Mai 2016 nackt vor dem Gebäude der Dampfzentrale in Bern vorgelesen. Nach der Performance wurden im Publikum Textblätter verteilt. 

Dem Hippie-Slogan „Make love, not war!“ folgend fordere ich eine radikale und globale Reform der Weltgesellschaft in eine völlig neue Richtung, in eine Richtung, die endlich den Sex bejaht!
Das beinhaltet, dass Menschen auf der ganzen Erde mehr Sex haben, anstatt zu arbeiten, Geld zu verdienen, Geld auszugeben, im Internet zu surfen, zu onanieren, zu saufen, Kriege zu führen usw!
Es beinhaltet eine gründliche aufklärerischepädagogischepolitische und spirituelle Perestroika der Leistungsgesellschaft, mit dem Ziel der Sexualität mehr an Bedeutung und Respekt zu verleihen! Diese globale Perestroika beinhaltet für die nächsten 5 Jahre einen 7-Punkte-Plan:

  1. Eine umfassende sexuelle Aufklärung der Kinder und Jugend, weltweit von USA bis nach Russland, anstatt Verdrängung der Sexualität, anstatt kommerzieller Sexualisierung der Gesellschaft und anstatt Digitalisierung und insbesondere Cybernetisierung der Sexualität!
  2. Eine globale sexorientierte Ausbildung an extra dafür ausgerichteten Sexschulen inklusive Sexgrundschulen, Sexberufsschulen, Sexberufsfachschulen, Sexhochschulen und Sex-Universitäten, verpflichtend für alle Erwachsenen ab 6. Lebensjahr. Diese Ausbildung beinhaltet einen internationalen Sexführerschein, ausgestellt nach Klassen und Kategorien. Der Sexführerschein berechtigt zum Sex mit gleichgeschlechtlichen Partnern, zum Gruppensex, zur Organisation von Orgien und Swinger-Events, zur Eröffnung von Sexinstitutionen, zu Weiterbildungen als Tantra-Lehrer, Tantra-Masseur, Kuscheltrainer, Sexguru usw!
  3. Gründung einer hedonistischen Sexpartei in jedem demokratischen Land der Welt, damit die Interessen der sexorientierten Teil der Bevölkerung politisch gerecht vertreten werden können!
  4. Gründung einer Sexreligion auf der Basis der neotantrischen Philosophie. Das beinhaltet die Organisation, die Eröffnung und die Funktionalität einer Sexkirche oder eines Sexklosters in jeder Stadt ab 100.000 Einwohner!
  5. Präsidenten aller Länder unterzeichnen die Globale Konvention für Sexrechte. Darin müssen insbesondere folgende Rechte und Pflichten berücksichtigt werden:(a) Das Schwanzrecht: Das Recht auf mindestens zwei Ejakulationen pro Woche für jeden Mann ab 13 Jahren, mit einer Frau ab 12 Jahren!
    (b) Das Frauenrecht: Das Recht auf mindestens zwei erotische Massagen pro Woche
    (Mit Küssen) für jede Frau ab 12 Jahren, mit einem Mann ab 13 Jahren!
    (c) Die Ehepflicht: Jeder erwachsene Mann und jede erwachsene Frau sind zur Wahrnehmung dieser Rechte verpflichtet, und zwar lebenslänglich und global, mindestens zwei Mal pro Woche miteinander zu vögeln!
  6. Globale Abschaffung der Armee, inklusive der Militärindustrie. Durch die Auflösung des Militärs werden enorme finanzielle und humane Ressourcen freigesetzt. Diese menschliche und Geldressourcen werden für die Organisation der aufklärerischen Arbeit, für die Sexausbildung, für die neue Sexpartei, für die Sexreligion, die Sexkirche und für die Erarbeitung und die Umsetzung der Globalen Konvention für Sexrechte verwendet!
  7. Sex gilt als schönste, wahrste und beste Sache der Welt. Die glückliche und freie Sexualität beruht auf fünf Säulen: Lust, Erotik, Sinnlichkeit, Berührung und Verführung!

    Es lebe die freie Sexualität!!! Да здравствует свободная сексуальность!
    Ура, Sex!!! Ура!!!

    Я вам покажу Кузькину Мать!!!

 

 

Soziale Konzept-Performance „Drei Kreise“ für Le Mouvement in Biel. 28-30. August 2014, 24/24

Die Schweizer Künstler Jörg Köppl (geb. 1964) und Peter Začek (geb. 1962), die seit 1997 zusammenarbeiten, konzipieren für Le Mouvement 2014 die Performance Drei Kreise. Jeder Kreis repräsentiert eine Menschengruppe (Künstler, Sex-Arbeiter, Asylbewerber), die innerhalb der 72-stündigen Performance unablässig von einer Stelle zur anderen weitergereicht werden. Köppl/Začek eröffnen einen überraschenden Blick auf den öffentlichen Raum und sein Funktionsgeflecht: „Was uns im Kreise gehen lässt, sind nicht so sehr die Vorschriften und Verbote, sondern die wirtschaftlichen Bedingungen.“

Elias Kirsche geht 27 Stunden lang im kleinen Sexualarbeiter-Kreis. Er wandert während 3 Tagen 3 Blöcke a 3 Stunden, insgesamt 47 Kreise durch Stadtzentrum von Biel, ca. 100 km. Im Punkt, in dem drei Kreise sich treffen, entstehen interessante Begegnungen.

zacek

Videodokumentation auf Vimeo

Köppl/Začek, Drei Kreise from Le Mouvement on Vimeo.

 

Stadtspaziergang mit Nacktakzenten. Biel 17,05.2014 von 16 bis 18 Uhr mit 18 bekleideten, halbnackten und nackten Menschen.

Performance wurde polizeilich nicht bewilligt. Elias Kirsche ist als einzige Person die ganze Zeit nackt. Artwalk durch Guisanplatz, Bahnhofstrasse, Zentralplatz, Nidaugasse.

Akzente: „Der König ohne Kleider“ (Biel Bahnhofstrasse), „Drehen im Kreis“ (Biel Zentralplatz) , „Wave 11“ (Mit Alina Kopytsa, Biel Zentralplatz / Nidaugasse) .

Projektleitung und Schnitt: Thomas Zollinger. Kamera: Adrian Scherzinger


Artwalk with Nude Accents (Documentation) from Naked Projects on Vimeo.

Prozession der Nackten. Biel 17,05.2014 von 17:55 bis 18:15 Uhr mit 18 nackten Menschen.

Performance wurde polizeilich bewilligt. Prozession durch Ringplatz. Sehr langsames Gehen während die Glocken leuten. Dauer: ca. 12 Minuten.

Context: jolimai festival with performances in der Galerie „Alte Krone“.

Projektleitung, Konzept und Schnitt: Thomas Zollinger. Kamera: Adrian Scherzinger

„Die seltsamen religiösen Umgänge sind aber Prozessionen von nackten Menschen. Am 14ten Februar 1589 war eine solche Prozession in der Pfarrey St. Nicolas-des-Champs, wos bei mehr als tausend Personen beiderlei Geschlechts, Männer und Weiber, Jünglinge und Mädchen, alle nackend zu sehen waren. Das nehmliche geschah am 24sten Februar desselben Jahrs den ganzen langen Tag. Man sieht also, dass diese Art von Spaziergängen ihre Liebhaber und Liebhaberinnen gefunden haben muss. Nachher wiederholte man diese Ceremonien auch nächtlicher Weile, und weckte oft die Pfarrer auf, um den Zug zu führen. Ein Pfarrer von Saint Eustache, der sichs einfallen liess, einige Vorstellungen gegen diese hieraus nothwendig erfolgenden Unordnungen sich zu erlauben, wurde als Ketzer behandelt.“

Aus: „Zeichnungen zu einem jetzigen Gemälde des Zustandes von Paris“, von Georg Friedrich Rebmann, Erstes Bändchen, Altona, bey der Verlagsgesellschaft 1798, Seite 108

Procession of the Naked (Documentation) from Naked Projects on Vimeo.

 

Naked Performance „Dachstock“ from Naked Projects on Vimeo.

Naked Performance in Urban Space from Naked Projects on Vimeo.

Naked Walking „Nacktknäuel“ from Naked Projects on Vimeo.